Remis zum Auftakt

Nach der Meisterschaft in der Landesliga erwartet uns als Aufsteiger eine schwere Saison in einer dieses Jahr sehr starken Verbandsliga. Am ersten Spieltag kam Heidelberg-Handschuhsheim, die vor zwei Jahren noch in der Bundesliga spielten.

Die Gäste waren stark besetzt, aber nicht ganz so stark wie befürchtet und nur mit sieben Mann angetreten, so dass Matthias sich über einen freien Sonntag freuen konnte.

Nach circa zweieinhalb Stunden musste dann Matej (2) aufgeben. Der Raumgewinn am Königsflügel mit dem Vormarsch der Bauern sah gut aus, wurde jedoch vom Gegner schön gekontert, der mit dem Sprengungszug h5 den weißen Königsflügel aufriss und der weiße König recht schutzlos zurückblieb – 1:1

Martin (3) kam passabel aus der Eröffnung. Die Stellung war wohl ausgeglichen. Als sich dann aber ein gegnerischer Turm auf der siebten Reihe breitmachte, war die Stellung schon etwas unangenehm geworden, schien aber durchaus noch haltbar. Eine Ungenauigkeit ließ dann eine hübsche Mattkombination zu – 1:2

Noch vor der Zeitkontrolle folgten dann die Weißsiege von unserem Neuzugang Hans-Martin (4) und Peter (6) zur zwischenzeitlichen 3:2 Führung.

Peter spielte eine Art Reti-System und entwickelte bald unangenehmen Druck auf dem Königsflügel. Der Angriff führte leider nicht zum Matt, sondern „nur“ zum Qualitätsgewinn. Die Verwertung schien noch ein hartes Stück Arbeit zu werden. Der Gegner machte mit einem zweizügigen Figureneinsteller die Sache freundlicherweise einfach – 2:2

Bei Hans-Martin entwickelte sich aus der Eröffnung ein Spiel auf Tor. Großer Raumvorteil und Platzmangel der gegnerischen Figuren versprachen großen Vorteil. Nach dem Damentausch ging die b-Linie auf und die schwarzen Türme und Leichtfiguren standen unkoordiniert in der Gegend rum. Die gut harmonierenden weißen Figuren spannten ein Mattnetz, wobei das Matt nur unter Materialverlust zu verhindern gewesen wäre 3:2

Nach der Eröffnung sah es bei Simon (5) schon recht trüb aus. Doch so einfach zusammenschieben lassen wollte er sich dann auch nicht. Nach der Zeitnot entstand ein Dame-Turm-Endspiel mit diversen Bauern auf beiden Seiten, aus dem dann recht schnell ein Turmendspiel wurde. Man einigte sich dann bald auf Remis – 3,5:2,5

Ich (1) hatte es mit (Alt)meister und Bundesligacrack Schwalfenberg zu tun. Die Partie verlief dann auch entsprechend – Spiel auf ein Tor. Selbst ungleiche Läufer halfen am Ende nicht – 3,5:3,5

Jetzt lief nur noch die Partie von unserem zweiten Neuzugang Hans-Peter (7). Je länger die Partie dauerte desto besser stand Hans-Peter. Im Dame-Turm-Endspiel konnte er schließlich einen Bauern gewinnen und uns vom Sieg träumen lassen. Als dann die Türme vom Brett verschwanden, war die Stellung wahrscheinlich trotz Mehrbauer im Damenendspiel wegen zahlreicher Dauerschachdrohungen nicht mehr zu gewinnen – 4:4

Hätte man uns morgens das 4:4 angeboten, hätten wir sicherlich sofort unterschrieben. So aber muss man sagen, dass sogar mehr drin war. Als nächstes geht es nach Pforzheim.

Die Einzelergebnisse:

SK Lindenhof 1865 - SK HD-Handschuhsheim

S

1

Sulzbach

(2205)

-

Schwalfenberg

(2308)

0-1

W

2

Belica

(2051)

-

Neunhöffer

(2209)

0-1

S

3

Tavakolian

(2106)

-

Pielmeier

(2114)

0-1

W

4

Kolb

(2083)

-

Elis

(2106)

1-0

S

5

Kapteina

(1949)

-

Gobauer

(2019)

0,5

W

6

Wissinger

(1934)

-

Vogt

(2015)

1-0

S

7

Krauß

(1948)

-

Schott

(1891)

0,5

W

8

Bieringer

(1869)

-

+-

Sven Sulzbach