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  • Der SC Freiburg lässt grüßen

    Reihenweise Chancen rausgespielt aber nichts reingemacht und am Ende dann mit leeren Händen dagestanden. Das kennt man eigentlich nur vom SC Freiburg in der Fußball-Bundesliga. Diesmal traf es aber leider uns. Denn in Pforzheim war ein Sieg definitiv drin!

    Ein frühes Remis holte Peter (6) mit Schwarz gegen einen nominell deutlich stärkeren Gegner, der die Eröffnung aber dermaßen harmlos behandelte, dass schon bald ein total ausgeglichenes Endspiel (jeweils zwei Türme, einen Springen plus viele Bauern) auf dem Brett die Stand. Die logische Folge: Remis wegen Langeweile – 0,5:0,5

    Ein Blick auf die Bretter nach etwa zwei Stunden stimmte durchaus optimistisch. Etliche Bretter hatten gute bis sehr gute Stellungen und eine Niederlage war nirgends absehbar.

    Da schmerzte es zunächst auch nicht, dass Claudius (1) seine leicht bessere Stellung aus der Hand gab und nach einem kleinen taktischen Übersehen nach etwa drei Stunden die Waffen gegen IM und Bundesliga-Crack Ulli Schulze strecken musste – 0,5:1,5

    Richtig ärgerlich war dann aber die Niederlage von Matej (3). Sein um 100 DWZ-Punkte stärkerer Gegner war einfach überspielt und ich erwartete jede Minute die Aufgabe. Die gegnerische schwarze Stellung hatte folgende „Schmankerl“ zu bieten: eingeklemmter Turm auf h3 (wie hat der denn sich dahin verirrt??), eingeklemmter Damenflügel (Lc8 und Ta8 kommen nicht raus, luftiger König, Minusbauer, eigentlich null Chancen auf irgendein Gegenspiel. Beim nächsten Blick aufs Brett musste Matej gerade die Dame gegen Turm und Figur geben, was fast gleichbedeutend mit dem Verlust war. Wie das genau passiert ist, weiß ich nicht. Auf jeden Fall statt Ausgleich nun 0,5:2,5

    Noch vor der Zeitkontrolle dann der erste Sieg. Mein Gegner (2) wollte im Grünfeld schnell zum Königsangriff blasen und auch unbedingt eine Figur opfern. Dafür gab es mehrere (wohl auch gar nicht mal so schlechte) Möglichkeiten aber eben nicht die, die er in der Partie wählte. Nach ein, zwei ungenauen Zügen, war die Partie dann praktisch schon gelaufen (+3 laut Computer), auch wenn es noch bis knapp über die 30 Zügemarke dauerte – 1,5:2,5

    Leider ging fast zeitgleich eine weitere Partie verloren, die zumindest mit Remis auf dem Zettel war.

    Rogge - Bieringer

    Es droht zwar das schöne und nicht zu verhindernde Te6:. Aber mit a5-a4-a3 scheint schnelles und gutes Gegenspiel da zu sein. Matthias musste zwar eine Figur geben dafür wurde der a-Bauer sehr stark und würde Weiß auf jeden Fall ebenfalls Material kosten. Mit knapper Zeit erfolgte allerdings ein Figureneinsteller und damit war es sofort aus – 1,5:3,5

    Eine Zeitnotschlacht bahnte sich bei Martin (4) schon in der Eröffnungsphase an, da beide Seiten viel Zeit verbrauchten. Nach knapp 30 Zügen hatte Martin dann noch etwa 30 Sekunden und der Gegner etwas über eine Minute, die er aber auch weit runterlaufen ließ. Die Folge ein wildes Gehacke, bei der selbst der Mitschreiber nicht ganz mehr mitkam. Also ab ans Nebenbrett und die Stellung rekonstruiert. Es musste geprüft werden, ob die Zeitkontrolle geschafft wurde. Weiß hatte die Zeitkontrolle geschafft und auf dem Brett war ein klar remises Endspiel mit Turm und ungleichen Läufern – 2:4

    Hans-Martin (5) musste also versuchen noch was zu reißen. Immerhin hatte er es geschafft seine schlechtere Stellung aus dem Mittelspiel in ein leicht besseres Läuferendspiel zu verwandeln. Doch leider war aufgrund stark reduzierten Materials kein Gewinn mehr drin. Da sein Gegner auch nicht in die letzten Fallen tappte wurde die Partie Remis – 2,5:4,5

    Uwe (7) spielte jetzt also „nur“ noch um DWZ-Punkte. Im Mittelspiel hatte er durch einen Trick dem Gegner einen Bauern abgenommen. Die Verwertung erwies sich aber als schwierig. Ein Grund dafür waren sicher die ungleichen Läufer. Doch Uwes Ausdauer wurde belohnt. Erst fiel ein zweiter Bauer und dann hing der schwarze König sogar im Mattnetz der verbliebenen weißen Figuren (König, Turm, Läufer, Springer).–3,5:4,5

    Homola - Ungerer

    So müsste es ungefähr gestanden haben. Es folgte noch f4 und nach Kf4: zappelte der König schon kräftig am Haken.

    Am 27.11.2011 kommt Birkenfeld. Bis dahin wird an der Chancenverwertung gearbeitet…

    Die Einzelergebnisse:

    SK Lindenhof 1865 – SC Pforzheim

    W

    1

    Mehne

    (2148)

    -

    Schulze

    (2210)

    0-1

    S

    2

    Sulzbach

    (2205)

    -

    Mährlein

    (2113)

    1-0

    W

    3

    Belica

    (2051)

    -

    Hilzinger

    (2150)

    0-1

    S

    4

    Tavakolian

    (2106)

    -

    Schork

    (2048)

    0,5

    W

    5

    Kolb

    (2083)

    -

    Leibbrandt

    (2041)

    0,5

    S

    6

    Wissinger

    (1934)

    -

    Remmler

    (2063)

    0,5

    W

    7

    Homola

    (1880)

    -

    Ungerer

    (2015)

    1-0

    S

    8

    Bieringer

    (1869)

    -

    Rogge

    (1871)

    0-1

    Sven Sulzbach